Winter

Früher wurde viel Zeit drinnen in der Stube am Herd verbracht, sich Geschichten erzählt und musiziert. Die Rauhnächte (also die Weihnachtstage) waren gut überstanden und mit dem 6. Januar hatte das neue Jahr begonnen.

Nun langsam aber sicher, auch wenn der Winter nun erst so richtig in seine Kraft kam, wurden die Tage wieder länger. Dies jedoch stellt eine Konstante dar, welche für uns Menschen der heutigen Zeit genauso passiert, wie früher. Erste Vorbereitungen für den Frühling und auch für die Vorhaben des neuen Jahres wurden und werden getätigt. Das, was sich bald im Außen zeigen will und soll, reift nun im Inneren heran und entwickelt seine erste physische Gestalt. Aber auch die Kinder mögen diese Tage zum Beispiel beim Schlittenfahren.

Mit dem Einbruch des Februars und Maria Lichtmesse am 1. / 2. Februar sind nun die Tage wieder sichtbar und spürbar länger. Es zieht die Menschen nach draußen z.B. zum Wintersport und die ersten Vorboten des Frühlings wie die Schneeglöckchen zeigen den nahenden Frühling an, welcher aber oft gerade in der heutigen Zeit durch rückkehrende Wintereinbrüche noch zurückgehalten wird. Für uns mag das ein Symbol dafür sein, die neuen Vorhaben nochmals zu überprüfen und trotz der Vorfreude nicht voreilig ins Äußere zu gehen. Noch fordert der Winter seinen Platz ein. Dies mag uns in diesem Jahr durch ein sehr spätes Frühlingsfest sehr deutlich versinnbildlicht sein.

Nun heißt es zum Ende der Karnevalszeit um Weiberfastnacht und Rosenmontag herum, nochmal alle Geister, die nicht in unsere Welt gehören in eine Andere zu verjagen. Dabei läßt man sich gern fröhlich aus und was in dieser Zeit passiert, mag häufig nicht zu ernst genommen werden. Gerade in „Ostwestfalen“ sind nun viele „Jecken“ öffentlich unterwegs, bevor noch einmal eine Zeit der Stille anbricht. Die sogenannte Passionszeit oder Fastenzeit (ein Beitrag zum Heilfasten ist für Euch in Arbeit), die uns auf den Frühling vorbereitet, ist auch in der christlichen Mythologie ein fester Bestandteil. Es ist eine Zeit der Reinigung und letzter Insichkehrung, bevor der wichtige Schritt des Neuen nun sichtbar und äußerlich vollzogen wird. Die Feldarbeit der Bauern und Landwirte kommt wieder in Gang. (Im Märzen der Bauer)

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